Fahrtenbuch


Fahrtenbuch

Die Landratsämter drohen in der Regel ein Fahrtenbuch an, wenn der Fahrzeugführer bei einem schweren Verkehrsverstoß nicht ermittelt werden kann und das Verfahren deshalb eingestellt werden muss. Was ein schwerer Verkehrsverstoß ist, wird nicht bundeseinheitlich beurteilt; in Bayern genügt ein Verstoß, der mit 1 Punkt bewertet wird, z.B. ab 26 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften zu schnell. Außerdem kann die Behörde das Fahrtenbuch auch für ein Nachfolge- oder Ersatzfahrzeug anordnen, wenn das fragliche Fahrzeug abgemeldet wird.

Nachdem die Anordnung des Fahrtenbuches mit erheblichen Kosten verbunden ist (die Verwaltungskosten des LRA betragen ca. € 100,-- und die Führung des Fahrtenbuches oder die Anschaffung einer Software verursachen weitere Zeit und Kosten), ist nicht immer „Schweigen Gold“.

Das heißt es ist sinnvoll eine Strategie zu überdenken bevor man als Halter gegenüber der Straßenverkehrsbehörde erklärt, dass der Fahrzeugführer unbekannt ist.